Die Kompetenzen, welche Kinder in der Auseinandersetzung mit der Natur erwerben, sind nicht durch Pädagogik vermittelbar, sondern werden sinnlich (d.h. mit den sechs Sinnen) erschlossen. Das freie Spiel in der Natur stellt für Kinder einen maßgeschneiderten Entwicklungs- und Erfahrungsraum dar.

Das Natur-Mentoring ist die Grundlehrmethode der modernen Wildnispädagogik und ist ein ganzheitliches System zur Förderung bedeutungsvoller Beziehungen zum eigenen Lebensraum und seinen Bewohnern. Gemäß den Lernprinzipien des Natur-Mentoring animiert der Mentor seine Schützlinge spielerisch und mit neugierigen Fragen zur Wahrnehmung von Details in der Landschaft und schult somit einen Zugang zur Natur und darüber zu sich selbst. Übergreifendes Ziel ist die Förderung von Achtsamkeit und Sensibilisierung gegenüber dem Leben und einem Verständnis für die komplexen Zusammenhänge innerhalb der ökologischen Systeme.
Diese Rückbesinnung auf die uns umgebende Natur geht auf Jahrtausende alte Traditionen zurück.

Praktische Beispiele für Lerninhalte:

Sprache:

  • Buchstaben aus Naturmaterialien legen
  • Dinge sammeln, welche den gleichen Artikel haben

Zahlen:

  • Erkennen, dass z.B. die Blüten der Hagebutte immer gleich viele Blütenblätter hat
  • Malreihen an gefiederten Blättern und Blüten erkennen und üben

Sozial:

  • gemeinsam Aufgaben bewältigen
  • im Team, mit den persönlichen Talenten und Qualitäten eines jeden Einzelnen → gegenseitige Ergänzung und nicht gegeneinander wirkender Leistungsdruck

körperlich:

  • verschiedene Jahreszeiten, frische Luft, Platz und Raum, Bewegung ganz nebenbei → all dies verbessert, fördert und erhält die physische Kraft, Immunstärke, ein gutes Körpergefühl mit Körperspannung und ein generelles Körperbewusstsein
  • Stressabbau

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